Hanf - ein wahrer Alleskönner


Hanf – dieses Wort ist dir in letzter Zeit bestimmt öfter zu Ohren gekommen. Fieberhafte Diskussionen in den Medien, immer mehr Hanfprodukte im Einzelhandel und auf den Feldern sprießen die Hanfpflanzen regelrecht in die Höhe. Was da los ist? Hanf is back! Und zwar nicht nur als vorübergehender Hype, sondern aufgrund seines enormen Potenzials als anhaltende Trendentwicklung.

Auch wir bei HANS Brainfood nutzen für unsere Produkte die Hanfpflanze und wollen dich deshalb aufklären über…

  • Die Geschichte der Hanfpflanze
  • verschiedene Verwendungsmöglichkeiten für Hanf
  • den Unterschied zwischen Gras und Cannabis
  • die Nährstoffe der Pflanze

Der Weg bis zu uns

Die Hanfpflanze begeistert die Menschheit schon seit Jahrtausenden. Der erste Kontakt entstand durch den Verzehr der Hanfsamen: Beobachtet wurde bei Vögeln und kleinen Nagetieren, wie diese die Samen aufpickten und sammelten – und so wuchs das Interesse an den kleinen, grünbraun gefärbten Körnern auch beim Menschen.

Die ersten Ackerbaugesellschaften, die Hanf kultivierten, entstanden in Mesopotamien (heute Irak und ein Teil Syriens), im Nildelta und in China. Durch die Völkerwanderung wurde die Hanfpflanze weltweit bekannt und verbreitete sich rasant. Nach Europa kam die Pflanze vermutlich im 7./8. Jahrhundert v. Chr.

 Der ursprüngliche Anbau von Hanf

Ein wahrer Alleskönner

Von da an wurden immer mehr Verwendungszwecke für Hanf gefunden:

Die Samen konnten nicht nur geschält und verspeist, sondern auch gepresst werden, um daraus Öl zu gewinnen. Hanföl wurde daraufhin zur Zubereitung von Speisen, aber auch – für uns heute unvorstellbar - als Lampenöl verwendet! 

Hanffasern können zu Seilen verarbeitet werden

Die Fasern wurden zur Herstellung von Stoffen, Seilen und als Dämmmaterial genutzt. Besonders in der Schifffahrt fanden Textilien aus Hanf Verwendung, da sie deutlich strapazierfähiger waren als vergleichbare Produkte aus Leinen oder Baumwolle und ihnen die salzige Meeresluft weniger zusetzte. Hätte Christoph Kolumbus Amerika überhaupt erreichen können ohne Segeln aus Hanf?! Wahrscheinlich nicht. Daher wurde überall, wo eine Seemacht zu finden war, auch Hanf angebaut.

Sogar das erste Papier der Welt, das um 100 n. Chr. in China hergestellt wurde, bestand aus den Fasern von Hanf und Maulbeerbaum. Hättest du dir das vorstellen können?

Wundermittel in der Not

In der Medizin wurde Hanf schon immer als Heilmittel benutzt, etwa um neurologische Krankheiten zu kurieren oder um chronische Schmerzen zu lindern. Auch Multiple Sklerose, depressive Störungen und ADHS können heute mit Cannabis behandelt werden. Allerdings hat die Pflanze auch eine Schattenseite: In ihr sind Cannabinoide enthalten, die teilweise eine berauschende Wirkung entfalten. Die am meisten untersuchten Cannabinoide sind das berauschende Tetrahydrocannabinol (THC) und das nicht-berauschende Cannabidiol (CBD). Aufgrund dieser Inhaltsstoffe wurde Hanf im 20. Jahrhundert verboten.

 Hanffelder von HANS Brainfood

Der Unterschied zwischen Cannabis, Marihuana, Haschisch und Hanf

Wenn du verwirrt bist, was die Begriffe genau meinen, dann bringt dir diese Erklärung vom Deutschen Hanfverband Licht ins Dunkel.

  • Cannabis – lateinisch für „Hanf“ – umfasst im allgemeinen Sprachgebrauch die Hanfpflanze und THC-haltige Produkte.
  • Marihuana oder Gras – das sind die Blüten der weiblichen Hanfpflanze. An deren Drüsenhaaren bildet sich das THC- und CBD-haltige Harz der Pflanze.
  • Haschisch - ist das gesammelte und meist gepresste Harz der Hanfpflanze.

 Die Hanfblüte

Hanf feiert Comeback

Seit den 1990er Jahren bahnt sich die Hanfpflanze ihren Weg zurück ins Bewusstsein der Menschen. Sowohl in der Textilherstellung als auch im Bauwesen wird die Hanffaser aufgrund ihrer Haltbarkeit und ökologischen Vorzüge nun wieder vermehrt eingesetzt. Hanf kann zudem auch als Rohstoff oder Werkstoff für den Bau von Autos, Flugzeuge etc. verwendet werden oder als Biomasse in Zukunft Kerosin ersetzen.

 

Der amerikanische Hanfexperte Jack Herer setzt dazu in seinem Buch ein klares Statement:

„Wenn wir, um unseren Planeten zu retten und den Treibhauseffekt umzukehren, künftig auf alle fossilen Brennstoffe und petrochemischen Produkte ebenso verzichten wollen, wie auf die Abholzung unserer Wälder zur Gewinnung von Papier und landwirtschaftlichen Nutzflächen, dann gibt es nur eine Pflanze, die als nachwachsender Rohstoff in der Lage ist, den größten Teil an Papier, Textilien und Nahrungsmitteln sowie des privaten und industriellen Energieverbrauchs zu liefern, und die zugleich die Umweltverschmutzung eindämmt, die Böden verbessert und unsere Luft reinigt: es ist eine alte Gefährtin, die dies schon immer für uns getan hat: Cannabis, Hanf, Marihuana.“

Die Riegel von HANS Brainfood

Besonders großer Beliebtheit erfreut sich Hanf heutzutage aber in der Lebensmittelindustrie. Dank eines Eiweißgehalts von über 30g pro 100g, dem hohen Anteil an Omega 3 und 6 Ölen und der Vielzahl an enthaltenen Aminosäuren, wird das heimische Superfood in vielen verschiedenen Formen als pflanzliche Proteinquelle genutzt. So gibt es Brot oder Gebäck, Riegel, Proteinpulver oder einfach die geschälten Samen in ihrer Urform als Topping für Bowls oder als Ergänzung im Müsli.

 

Bist du auf den Geschmack gekommen? Dann probier doch unser Hanf-Proteinpulver oder unsere Hanf-Riegel.
Es gibt sie in den Geschmackssorten Apfel & Zimt, Kaffee & Maulbeere, Kakao und natürlich den HANS Original, der nur aus Hanf und Honig besteht.

Dich interessiert, wie Hanf geerntet wird? Dann schau rein in unser Erntevideo.
Die größte unserer Pflanzen war stolze 3,80 Meter hoch!


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